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Feuerbestattung

 

Die Kremierung

Kolumbarium Pforzheim

Unter Feuerbestattung, auch Kremierung oder Einäscherung bezeichnet, versteht man die Veraschung des Verstorbenen. Dieses erfolgt in Deutschland immer in einem Krematorium.

War die Feuerbestattung in der Frühzeit und der Antike die übliche Bestattungsform, wurde diese von Karl dem Großen im Jahre 786 als antireligiös verboten und die Erdbestattung verpflichtend eingeführt. Der Grund ist im christlichen Glauben an die leibliche Auferstehung der Toten zu sehen. Die erste Feuerbestattung fand erst wieder mit den ersten Krematorien in Deutschland in Gotha 1878 und Heidelberg 1891 statt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts forderten dann die Ärzte die Feuerbestattung aus hygienischen Gründen. Auch die wachsende Sozialdemokratie sah in der Feuerbestattung eine kostengünstige Bestattungsart.

 

Heute sehen sowohl die evangelische Kirche (seit 1920), wie auch die katholische Kirche (seit 1965) die Feuerbestattung als gleichwertige Bestattung an. Die orthodoxe Kirche, wie auch der Islam und das Judentum lehnen die Feuerbestattung auch weiterhin ab.

 

In Pforzheim ist das Krematorium auf dem Gelände des Hauptfriedhofs, im gleichen Gebäude, in dem sich die Trauerhalle befindet. Im Krematorium finden mehrfach im Jahr Besichtigungen statt.

 

Vor jeder Einäscherung ist immer die gesetzlich vorgeschriebene zweite Leichenschau durchzuführen, um nochmals festzustellen, dass der Tod nicht durch ein Verbrechen herbeigeführt wurde. 

 

Die Kremierung erfolgt für jeden Verstorbenen einzeln und immer im geschlossenen Holzsarg. Eine Vermischung der Asche wird somit ausgeschlossen. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, wird jedem Sarg eine Nummer auf einer feuerfesten Keramikscheibe beigegeben. Diese Scheibe verbleibt in der Aschekapsel. Anhand der Scheibe können die Daten des Verstorbenen und das Krematorium auch später noch identifiziert werden.

 

 

Die Trauerfeier

 

Trauerhalle Pforzheim

Bei einer Feuerbestattung mit Trauerfeier müssen Sie sich zwischen zwei möglichen Formen entscheiden.

 

  1. Die Trauerfeier erfolgt so wie bei der Erdbestattung am Sarg. Nach der Trauerfeier wird der Sarg zur Einäscherung in das Krematorium überführt. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann einige Tage später im kleineren Kreise. In Pforzheim immer an einem Vormittag.
  2. Der Verstorbene wird zur Einäscherung direkt in das Krematorium überführt. Die Trauerfeier findet an der Urne statt. Im Anschluss an die Trauerfeier erfolgt direkt Urnenbeisetzung im Kreise der Trauergesellschaft statt.

Die zweite Form mit Trauerfeier und anschließender Urnenbeisetzung wird zumeist gewählt, da die Angehörigen sich zur Bestattung nur einmal auf dem Friedhof treffen und dann abschließen können. Auch wird für diese Form zumeist ein preiswerterer Sarg aus unlackiertem Holz gewählt. Die evangelische und auch die katholische Kirche machen keinen Unterschied zwischen einer Trauerfeier am Sarg oder einer Trauerfeier an der Urne.

 

 

Die Beisetzung

 

Urnengrab

Die Einäscherung ist, neben der Erdbestattung, Voraussetzung für alle anderen Bestattungsarten, wie der Seebestattung, der Bestattung in einem Friedwald oder auch der Diamantbestattung.

 

Soll die Urne auf einem Friedhof beigesetzt werden, bieten sich auch hier verschiedene Möglichkeiten. Ähnlich wie bei der Erdbestattung ist auch hier zwischen einem Reihengrab und einem verlängerbaren Wahlgrab zu unterscheiden.

 

Bei einem Wahlgrab kann zumeist zwischen einem herkömmlichen Erdgrab und einer Beisetzung im Kolumbarium (Wandnische) gewählt werden. Auf den Pforzheimer Friedhöfen werden darüber hinaus auch Grabfelder der Badischen Friedhofsgärtner angeboten. Zusätzlich zu den Friedhofsgebühren der Stadt ist dann noch ein Betrag zwischen 3.000 und 5.000 Euro an die Gärtnergenossenschaft zu entrichten. Eine persönliche Pflege oder Umgestaltung der Grabfläche ist dann natürlich nicht mehr möglich. Zum Teil ist auch untersagt Kerzen aufzustellen oder Blumen und Kränze niederzulegen. Auch werden die Urnen oft sehr eng beieinander bestattet. So sind bei dem Baumgrab 170 Urnenplätze vorgesehen. Zum Vergleich, in einem Friedwald werden nur maximal 10 Urnen unter einem Baum bestattet.

 

Aber diese Grabfelder sind zumindest eine Alternative zur Anonymen Bestattung, welche sonst oft gewählt wird, wenn eine persönliche Grabpflege nicht möglich ist und die Pflege einer einzelnen Grabstelle durch einen Friedhofsgärtner zu teuer ist.

 

Die Ruhezeit einer Urne beträgt auf den Pforzheimer Friedhöfen 15 Jahre. So ist es auch möglich, eine Urne in einem vorhandenen Erdgrab beizusetzen. Sogar in den ersten 10 Jahren eines Reihengrabe kann zusätzlich eine Urne beigesetzt werden, da sich hierdurch die gesamte Ruhezeit nicht verlängert.

 

Urnenbeisetzung Friedhof Pforzheim

 

 

Urnen


 

 

 

 

  

  

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